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Publié le mardi 12 octobre 2010
Die Universität Luxemburg und ihre Partner wurden für ihr Projekt „Entwicklung einer speziellen Hüftinterimsprothese“ bei der Vergabe des Interregionalen Wissenschaftspreises 2010 in Saarbrücken mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.
In diesem Jahr ging der erste Preis (dotiert mit 20.000 Euro) an das Projekt „Europäisches Graduiertenkolleg – Physikalische Methoden in der Strukturellen Erforschung Neuer Materialien“ der Universität des Saarlandes, der Universität Metz, des Institut National Polytechnique Lorraine und des „Centre de Recherche Public Henri Tudor“ in Luxemburg. In interdiszplinären, international vernetzen Forschungsprojekten widmen sich die Wissenschaftler der Erforschung verschiedenster neuer Materialien.
Mit dem zweiten Preis (10.000 Euro) wurde das Projekt „Entwicklung einer speziellen Hüftinterimsprothese“ ausgezeichnet. Beteiligt sind die Universitätskliniken des Saarlandes, die Universität Luxemburg und das „Centre Hospitalier“ in Luxemburg. Die Hüftinterimsprothese soll die Belastungen für Patienten im Falle einer Wundinfektion nach Hüftoperationen vermindern.
Diese neu entwickelten Platzhalter-Prothesen sind das Resultat der Doktorarbeit von Thomas Thielen, Diplom-Ingenieur aus Trier, der vor wenigen Monaten seine Doktorarbeit an der Universität Luxemburg abgeschlossen hat. Der Oberarzt PD Dr. med. Jens Kelm aus Homburg übernahm die medizinische Leitung des Projektes. „Die Idee war, die brüchigen Interimsprothesen mit einem Titanstab zu verstärken“, erklärt Thomas Thielen. Dabei standen ihm von der Ingenieur-Forschungseinheit der Universität Luxemburg neben seinem Doktorvater Prof. Stefan Maas auch die Professoren Arno Zürbes und Danièle Waldmann zur Seite. An der Uniklinik Homburg/Saar wurden diese Platzhalterprothesen mittlerweile bereits erfolgreich eingesetzt.
Den dritten Preis (5.000 Euro) erhielt das Projekt „Regionale Kooperation zur Erforschung von Naturprodukten mit Anwendungen in der Medizin und Landwirtschaft“. Partner sind die Universität Metz, die „Fondation de Recherche Cancer et Sang“ in Luxemburg sowie die Universität des Saarlandes.
Der Preis stand auch in diesem Jahr wieder unter dem Motto „Exzellenznetze in der Großregion“. „Wenn die Universitäten der Groβregion ihre Kräfte bündeln, ist das Ergebnis mehr als die Summe der Teile“, unterstrich Dr. Christoph Hartmann, saarländischer Minister für Wirtschaft und Wissenschaft. „Gerade durch die verschiedenen Herangehensweisen entsteht Neues. So bereichern die Preisträger die Wissenschaftslandschaft aller teilnehmenden Länder.“
Die Preise wurden anlässlich der zweiten Konferenz Hochschulwesen und Forschung der Großregion im Wissenschaftsministerium in Saarbrücken verliehen.
Bild: Prof. Stefan Maas (Uni Luxemburg), Dr. Thomas Thielen und Prof. Danièle Waldmann (Uni Luxemburg) nahmen den mit 10 000 Euro dotierten Preis entgegen
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