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Uni iwwer Land: Das Petersburger Paradoxon

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Publié le mardi 15 mars 2011

Prof. Tibor Neugebauer von der Luxembourg School of Finance der Universität Luxemburg spricht am Dienstag, den 22. März in Mersch über das Sankt-PetersburgParadoxon.

Dabei handelt es sich um ein Münzspiel mit unendlich hoher erwarteter Auszahlung.
Der Schweizer Mathematiker und Gelehrte Nicholas Bernoulli beschrieb vor 300 Jahren ein Gedankenexperiment: Ein Spieler wirft eine Münze so lange in die Luft, bis zum ersten Mal „Zahl“ fällt. Passiert dies beim ersten Wurf, gewinnt er zwei Geldstücke, passiert es beim zweiten Mal, gewinnt er vier Geldstücke, acht Geldstücke beim dritten Mal, usw. Mit jedem weiteren Wurf verdoppelt sich die Auszahlung. Man stellt die Frage, welche Teilnahmegebühr für dieses Spiel fair ist.  
Bei der Festsetzung des fairen Wertes kommt es zu dem folgenden Paradoxon: Der Erwartungswert im Gedankenexperiment ist unendlich, aber kein (rationaler) Mensch wäre auch nur bereit, 20 Euro dafür zu bezahlen.
Dieses Paradoxon, das der Physiker Daniel Bernoulli an der Petersburger Akademie präsentierte, führte im Lauf der Zeit zu wichtigen Beiträgen in allen Bereichen der Wissenschaften. Nicht zuletzt haben die vorgeschlagenen Lösungen die ökonomische Theorie entscheidend geprägt. Der Vortrag diskutiert all diese Lösungen und stellt neueste experimentelle Untersuchungen dazu vor, die an der Universität Luxemburg durchgeführt wurden.

  • Wann? Dienstag, der 22. März um 19:30 Uhr
  • Wo? Festsaal in Moesdorf (Mersch)