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Start-up „Motion-S” ist Gewinner des „Mind & Market”-Wettbewerbs

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Publié le mercredi 01 juillet 2015

Wissenschaftler des Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust (SnT) der Universität Luxemburg sind die Gewinner des Wettbewerbs „Mind & Market” der Partner Deloitte, Universität Luxemburg, Fonds National de la Recherche (FNR), Luxinnovation und Mind & Market Belgium. Die SnT-Forscher wollen das Autofahren sicherer und umweltfreundlicher machen.

Sie haben eine Handy-Applikation entwickelt, die Autofahrer dabei unterstützt. Die App heißt „Game of Roads“ und regt spielerisch zu einer rücksichtsvollen und sparsamen Fahrweise an. Zur Vermarktung der App und der dahinter stehenden Entwicklungsarbeit hat das Team um SnT-Forscher Dr. Raphael Frank eine Firma gegründet: Motion-S heißt das Start-up-Unternehmen. Erster Großkunde ist eine Versicherung, die ihre Versicherungsnehmer zu unfallfreiem Fahren ermutigen möchte. Der Preis „Mind & Market” wurde gestern in der ”Maison du Savoir“ auf Campus Belval  in Esch-Alzette überreicht.

Für ihr Vorhaben nutzen Raphael Frank und sein Team am SnT die Freude insbesondere junger Menschen an Handys und Computerspielen. Mit Game of Roads haben die Forscher ein Programm entwickelt, bei dem das Handy während der Fahrt Informationen über den Fahrstil sammelt. Je risikoärmer die Fahrweise, desto mehr Spielpunkte bekommt der Fahrer und desto höher steigt er in den Rankings, in denen er sich mit anderen Spielteilnehmern vergleichen kann.

„Unsere App nutzt verschiedene Sensoren, die sich in jedem modernen Smartphone finden“, erklärt Dr. German Castignani, der gemeinsam mit Frank wesentliche Teile der Entwicklungsarbeit geleistet hat: „GPS, der Kompass und ein Beschleunigungssensor liefern die wichtigsten Daten über die Fortbewegung – ohne dass das Mobiltelefon mit dem Auto direkt verbunden sein muss. „Die Informationen aus den Sensoren werden von einem Algorithmus verarbeitet, den wir enrwickelt haben. Er fusioniert die Daten und erstellt damit ein statistisches Modell des Fahrers“, beschreibt Castignani das Grundprinzip, nach dem die App funktioniert. Mit jeder Fahrt, bei der das Handyspiel eingeschaltet ist, wird das statistische Modell etwas genauer.

Förderung des ”Fonds National de la Recherche” im Proof of Concept-Programm

Damit sich verlässliche Aussagen über das Fahrverhalten der Nutzer machen lassen, mussten die SnT-Forscher viele Variablen in den Griff bekommen, wie Castignani sagt: „Der Algorithmus muss berücksichtigen, auf welchem Handy-Typ die Applikation läuft. Die Sensoren in verschiedenen Mobile-Phones haben nämlich unterschiedliche Qualität.” Ebenso muss das Programm den Fahrzeugtyp berücksichtigen – damit die normale Beschleunigung eines Sportwagens nicht zu einem schlechteren Ranking führt, als die eines Kleinwagens. „Dank einer Förderung des Fonds National de la Recherche im Proof of Concept-Programm konnten wir intensiv forschen und diese Stolpersteine aus dem Weg räumen”, freut sich Raphael Frank. Das Proof of Concept-Programm des FNR gibt Universitäten und Forschungsinstituten in Luxemburg finanzielle Unterstützung, um wissenschaftlichen Ideen weiter zu entwickeln und für Investoren attraktiver zu machen. (...)

Für Rückfragen: raphael.frank@uni.lu