Mehr politische Bildung für Schüler
Publié le mercredi 17 novembre 2010
Luxemburgs Sekundarschüler machen sich wegen des Klimawandels groβe Zukunftssorgen, doch ihr politisches Engagement für eine nachhaltige Entwicklung ist nur schwach. Das ist das Resultat einer Studie der Universität Luxemburg, die auf einer Umfrage im Jahr 2008 basiert. Von ihrer Schule behaupten viele, dort nie gelernt zu haben, wie man Entscheidungen in der Gesellschaft beeinflussen kann, und fordern innovative Unterrichtsmethoden wie Exkursionen in Betriebe und soziale Einrichtungen, Diskussionen mit Verantwortlichen sozialer und politischer Institutionen sowie generell mehr Bildung in nachhaltiger Entwicklung. Beim eigenen Verhalten achtet die groβe Mehrheit der jungen Leute vor allem aufs Energiesparen; beim Einkauf aber geben nur rund ein Viertel Bio- oder FairTrade-Produkten regelmäβig den Vorzug. Die Studie über Bildungsstand und -voraussetzungen Luxemburger Sekundarschüler bezüglich nachhaltiger Entwicklung wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „L’éducation au développement soutenable à l’école luxembourgeoise“ unter Leitung von Assistenz-Prof. Théid Faber und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Thomas Boll von der geisteswissenschaftlichen Fakultät durchgeführt. Hintergrund war die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014), die auch Luxemburg verpflichtet, einen entsprechenden Aktionsplan zu erstellen. Die Forscher befragten dafür 827 Schülerinnen und Schüler aus den Abschlussklassen klassischer und technischer Lyzeen. Überrascht waren sie vom Halbwissen vieler junger Menschen, die zwar die physikalisch-meteorologischen Ursachen des Klimawandels korrekt beschreiben, aber nur selten wirtschaftliche und soziale Ursachen und Folgen benennen konnten und den Klimawandel zum Teil sogar mit Tsunamis und saurem Regen in Verbindung brachten.
|
|
|















