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Forscher wollen neue Ventile für Wasserstoff-Autos entwickeln

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Publié le lundi 02 mai 2011

Das Unternehmen Rotarex aus Lintgen, Spezialist in der Herstellung von Gasventilen, hat ein Forschungsabkommen mit Ingenieurwissenschaftlern der Universität geschlossen.

Den Vertrag unterzeichneten Rotarex-Direktor Philippe Schmitz und Rektor Rolf Tarrach kürzlich auf Campus Limpertsberg. Ziel des Abkommen ist es, gemeinsam neuartige Ventile für den Einbau in wasserstoffbetriebenen Autos zu entwickeln. Mit der dafür nötigen Forschungsarbeit betraut das Luxemburger Unternehmen den Doktoranden Stephan Sellen, einen jungen Wissenschaftler der Ingenieur-Forschungseinheit, der von Doktorvater Prof. Stefan Maas betreut wird.  Rotarex wird die Universität dabei mit über 100 000 Euro unterstützen.  

Rotarex, im Jahr 1922 als CEODEUX in Lintgen gegründet, hat heute rund 1500 Mitarbeiter weltweit. Für die Automobilindustrie fertigt das Unternehmen vor allem Erdgasventile, die in gasbetriebenen Autos eingesetzt werden. Mit der Entwicklung alternativer Antriebe steigt nun die Nachfrage der Industrie nach Ventilen für wasserstoffbetriebene Autos. Für die Hersteller wie für die Wissenschaftler bedeutet das technisches Neuland, denn Wasserstoff-Ventile müssen extrem hohen Druck bis zu 900 bar sowie besonders hohe mechanische Belastungen aushalten, da Wasserstoff Metalle angreift und das Material  versprödet und schneller ermüdet.

Die Forscher werden dafür zunächst Simulationsrechnungen durchführen und dann einen Prototypen des Ventils herstellen. Universität und Firma werden die Prototypen dann in ihren Laboren sowie in einem ausländischen Speziallabor in aufwändigen Versuchen prüfen und  weiterentwickeln. Das Forschungsprojekt soll rund drei Jahre dauern und ist ein weiteres Beispiel für die Kooperation der Wissenschaftler der Universität Luxemburg mit lokalen Partnern aus der Industrie.