Evaluieren – aber wie?

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Publié le jeudi 09 septembre 2010

Vom 15. bis 17. September 2010 findet die diesjährige Jahrestagung der DeGEval - Gesellschaft für Evaluation e.V. zum Thema „Evaluation und Methoden“ in Luxemburg statt.

Ausrichter ist die Universität Luxemburg, genauer das „Centre d’études sur la situation des jeunes“ (CESIJE) in der Forschungseinheit INSIDE.

Die DeGEval, ein Zusammenschluss von über 100 Institutionen und Personen, hat sich zum Ziel gesetzt, zur Professionalisierung und zum Informationsaustausch rund um das Thema Evaluation beizutragen.

„Wir müssen möglichst genau wissen, ob zum Beispiel eine pädagogische Aktivität oder eine soziale Maβnahme, eine medizinische Intervention oder ein Programm zum Schutz der Umwelt wirkt: für wen, unter welchen Bedingungen und wie nachhaltig?“, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Böttcher, DeGEval-Vorstandsmitglied und Professor für Erziehungswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Lediglich auf die Effekte zu achten, verkürze die Idee von Evaluation, so Böttcher. Man dürfe nicht vergessen, dass Bürgerinnen und Bürger auch immer auf gegenseitiges Vertrauen angewiesen seien. „Eine ,durchevaluierte‘ Gesellschaft kann nicht unser Ziel sein.

“ Evaluationen sollen verwendbare Ergebnisse zu relevanten Fragen in Politik und Praxis ermöglichen. Um den Nutzen eines Gegenstandes oder die Wirksamkeit eines Programms zu bewerten, greift Evaluation auf etablierte Forschungsmethoden zurück, wendet Methoden der Bewertung an und kombiniert nicht selten unterschiedliche Methoden, um „passgenaue“ Informationen zu liefern.

Die Beiträge der Tagung sollen insbesondere Fragen des Methodeneinsatzes behandeln: Wie gelingt die Integration verschiedener Evaluierungsmethoden? Wie gelangen Evaluationen datenbasiert zu Bewertungen?

Als Keynotespeaker der 13. Jahrestagung der DeGEval konnte der renommierte Soziologe Prof. Thomas D. Cook gewonnen werden. Im Rahmen der Tagung werden zudem zwei Preise für hervorragende Beiträge zum Thema Evaluation verliehen: der DeGEval-Medienpreis und der DeGEval-Nachwuchspreis.

Bildungsministerin Mady Delvaux-Stehres, der Rektor der Universität Luxemburg Prof. Dr. Rolf Tarrach und weitere Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie über 250 Tagungsteilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum werden in den Räumen der Handelskammer (Chambre de commerce) erwartet.

Weitere Informationen auf der Website der DeGEval: http://www.degeval.de