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Erforschung des Mikro- und Nanokosmos mit Neutronen

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Publié le jeudi 03 février 2011

Richard Wagner, Direktor des Instituts Laue-Langevin in Grenoble, spricht am 8. Februar an der Universität Luxemburg über den Einsatz von freien Neutronen in der Forschung.

Das internationale Forschungszentrum ILL betreibt mit  seinem Hochflussreaktor die stärkste Neutronenquelle der Welt.

Neutronen als ladungsneutrale Bausteine der Atomkerne machen etwa die Hälfte der uns umgebenden Materie aus. Als freie Neutronen, wie sie am Hochflussreaktor des Institut Laue-Langevin (ILL) in Grenoble erzeugt werden, können sie entweder als Teilchen, als Wellen oder als mikroskopischer magnetischer Dipol betrachtet werden.

Mit diesen Eigenschaften und ihrer speziellen Wechselwirkung mit Atomkernen sind sie ideale Sonden zur Erforschung des atomaren und molekularen Aufbaus sowie der inneren Dynamik und der magnetischen Eigenschaften von Materie .

Die Anwendungsbereiche der Forschung mit Neutronen sind entsprechend vielfältig : Sie reichen von der Nano- und Informationstechnologie, über die Biologie, die Physik und Chemie der harten (Magnete, Supraleiter, magnetische Speichermedien,...) und weichen Materie (Polymere, kolloidale Systeme, organische Solarzellen,...) bis hin zu den Material- und Geowissenschaften.

Darüber hinaus werden Neutronen zur Herstellung von radioaktiven Isotopen über Kernreaktionen genutzt, die z.B. in der Medizin zur Diagnose und Therapie (Zerstörung von Tumorzellen, Behandlung oberflächennaher Tumore) dringend benötigt werden.

Richard Wagner studierte und promovierte an der Universität Göttingen. Nach Forschungsstellen in Oxford, Pittsburgh und Göttingen wurde er 1981 Leiter des Instituts für Werkstoffforschung am GKSS Forschungszentrum Geesthacht und ebenfalls Professor zunächst in Göttingen (1983), dann in Hamburg-Harburg (1992). 1997 wurde er Vorstandsmitglied im Forschungszentrum Jülich, und 2006 Direktor des Institut Laue-Langevin in Grenoble. Er ist Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und erhielt 1989 den  Leibniz-Preis der Deustschen Forschungsgemeinschaft und 2007 die Heyn-Münze der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde.

  • Wann? Dienstag, den 8. Februar 2011 um 17:30 Uhr
  • Wo? Campus Limpertsberg, Bâtiment des Sciences, Hörsaal BS1.03 (162a avenue de la Faiencerie, Luxembourg)