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Der vielfältige Humboldt und seine Beziehung zu Darwin

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Publié le lundi 25 mai 2009

Öffentlicher Vortrag von Nicolaas Rupke von der Universität Göttingen am Donnerstag, den 28. Mai um 18.30 Uhr, Campus Limpertsberg, BS 1.03.

Wenn wir heute Humboldts gedenken, folgen wir einer langen Reihe von früheren Humboldt-Feiern und Jubiläen. Die weltweite biographische Literatur zu Humboldt, deren Entstehung schon zu seinen Lebzeiten eingesetzt hat, erreichte in den bedeutendsten Gedenkjahren Spitzenwerte von mehreren Hundert Publikationen. Warum diese andauernde, internationale und enorm produktive Humboldt-Gedächtniskultur? Eine systematische Studie des massiven Literaturbestands zeigt, dass Humboldt immer wieder von nationalen und lokalen Interessen umstilisiert und mit einer Reihe unterschiedlicher Identitäten versehen worden ist. U.a. hat die Humboldt-Biografik ihn auch zweimal eng mit Darwin verknüpft, zum ersten Mal im deutschen Kaiserreich, als die Monisten ihn bei ihren Kampf für die Evolutionstheorie einsetzten, und heute wieder, als Teil eines modernen, umweltbewussten und die Globalisierung vorantreibenden Humboldt.