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Publié le vendredi 18 décembre 2009
Die Universität Luxemburg hat am 17. Dezember Partnerschaften mit gleich drei deutschen Hochschulen geschlossen: der TU Berlin, der TU Darmstadt und der TU Dresden.
Die drei Hochschulen besiegelten die Abkommen in der Berliner Botschaft des Groβherzogtums in Anwesenheit des Luxemburger Hochschul- und Forschungsministers François Biltgen, der vor zahlreichen Gästen den Hochschul- und Forschungsstandort Luxemburg präsentierte, und Botschafterin Martine Schommer. Die TU Berlin war durch ihren Vizepräsident Prof. Jörg Steinbach, die TU Darmstadt durch Präsident Prof. Hans Jürgen Prömel und die TU Dresden durch ihren Rektor Prof. Hermann Kokenge vertreten. Für die Universität Luxemburg waren Rektor Prof. Rolf Tarrach und Prof. Franck Leprévost, Vizerektor für Internationale Beziehungen und Sonderprojekte, präsent.
Mit den neuen Kooperationsabkommen will Luxemburgs mehrsprachige Universität ihre Beziehungen zu den deutschen Nachbarn weiter intensivieren. „Als Forschungsuniversität mit naturwissenschaftlicher Fakultät ist es Teil unserer internationalen Strategie, mit den renommiertesten technischen Universitäten Deutschlands zu kooperieren“, erläuterte Rektor Rolf Tarrach. Die Abkommen regeln die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen und sollen den Austausch von Bachelor- und Masterstudenten fördern. Auch die gemeinsame Betreuung von Doktoranden, der Austausch von Forschern sowie gemeinsame Forschungsprojekte werden leichter.
Die neuen Partner Luxemburgs sind allesamt Mitglieder des „TU9 German Institutes of Technology e. V.“, einem Zusammenschluss der neun größten Technischen Universitäten in Deutschland. Wie Vizerektor Franck Leprévost unterstrich, ergänzten sie sich hervorragend: „Besonders ihre Kompetenzen in Computersicherheit, Ingenieur- und Biowissenschaften passen zu unserem Profil.“ Alle drei hätten großes Interesse an einer Kooperation gezeigt: „Die Uni Luxemburg ist in Deutschland keine Unbekannte. Die Türen waren weit offen.“
Der Finanzplatz Luxemburg will sich zu einem Forschungsstandort wandeln und das ist auch für deutsche Universitäten interessant. Das besondere Profil der mehrsprachigen Universität Luxemburg passt gut zu dem Forschungsprofil der TU Berlin, so dass interessante Kooperationspunkte zwischen der Technischen Universität in der deutschen Hauptstadt und der Luxemburger Universität ergeben. Die Kooperation mit der TU Dresden zum Beispiel sieht den Studierendenaustausch vor und ist eine Grundlage für den Abschluss fachspezifischer Vereinbarungen für Doppelabschlussprogramme. Bei einem Besuch des Vizerektors Franck Leprévost im Frühjahr 2009 in Dresden hat sich insbesondere die Fakultät Maschinenwesen sehr interessiert an dieser Vereinbarung gezeigt. "Für die TU Dresden ist dies ein weiterer Baustein beim Ausbau ihrer Internationalisierungsstrategie“, erklärte Prof. Hermann Kokenge, Rektor der TU Dresden. „Ich freue mich sehr, dass wir mit der Universität Luxenburg eine Partneruniversität gefunden haben, die noch sehr jung ist, aber einen sehr guten Ruf hat." Auch der Präsident der TU Darmstadt, Prof. Hans Jürgen Prömel, unterstrich: "Die TU Darmstadt erweitert ihr internationales Netzwerk an Kooperationen gerne durch eine neu gegründete, mehrsprachige Universität im Zentrum Europas."
Die TU Dresden und die Universität Luxemburg reichen dieser Tage bereits ein erstes gemeinsames Forschungsprojekt in der Kunststofftechnik ein, und mit der TU Darmstadt ist ein Projekt in der Computersicherheit auf dem Weg. Einfacher macht dies auch eine im September 2009 besiegelte Vereinbarung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Luxemburger „Fonds National de la Recherche“ (FNR) zur Kooperation in der Grundlagenforschung: Sie erleichtert Forschern bei deutsch-Luxemburger Projekten den Antrag auf Fördergelder und hilft so, den Europäischen Forschungsraum weiter auszugestalten.
Die Universität Luxemburg (www.uni.lu) unterhält Rahmenabkommen mit Hochschulen in Luxemburgs Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Belgien, aber auch in weiteren europäischen Ländern, China, den USA und Kanada. Die uni.lu bietet 32 Bachelor- und Masterstudiengänge, die meisten mehrsprachig, manche Master rein englischsprachig. Die 4750 Studierenden kommen aus 94 Ländern; derzeit sind 336 Studierende aus Deutschland eingeschrieben. Für sie ist Luxemburgs Uni wegen der Nähe zu den EU-Institutionen, dem Finanzplatz und den großen Wirtschaftsunternehmen attraktiv, aber auch wegen der Mehrsprachigkeit des Landes und seiner Uni, der persönlichen Betreuung und nicht zuletzt der niedrigen Einschreibegebühren.
Auf dem Bild v.l.n.r.: Vizerektor Franck Leprévost (Universität Luxemburg), Rektor Hermann Kokenge (TU Dresden), Hochschulminister François Biltgen, Rektor Rolf Tarrach (Universität Luxemburg), Vizepräsident Jörg Steinbach (TU Berlin). Nicht im Bild: Präsident Hans Jürgen Prömel (TU Darmstadt)
Foto: Jacek Ruta / Universität Luxemburg
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