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Cycles de conférences

Geisteswissenschaften und Religion(en)

 

 

 

 

Die Vortrgsreihe wird im Rahmen der Arbeitsgruppe „Diskurse, Weltanschauungen, Religionen & Subjekte“ der Fakultät für Sprachwissenschaften und Literatur, Geisteswissenschaften, Kunst und Erziehungswissenschaften angeboten. 

Die Veranstaltung findet an der Universität Luxemburg statt, auf Campus Limpertsberg, im Bâtiment des Sciences (162a, avenue de la Faïencerie, L-1511 Luxemburg).

Die Vorträge dauern 45 Minuten mit anschliessender Diskussion und Fragerunde.Die Initiatoren der Arbeitsgruppe sind: Jean Braun, Davids Roger, Roland Stalter und Jean-Marie Weber.

Kontakt: Jean-Marie Weber

 

 

 

02.06.2015: Regards sur la croyance (Prof. Jean-Marie Weber, Luxembourg)

A l’aide d’extraits filmiques nous essayons de dessiner un premier croquis concernant le besoin et le  l’acte de croire. Tout en étant différent du savoir l’acte de croire est articulé au désir de vérité. La croyance finalement présuppose et fait lien social. En tant qu’être parlants nous croyons ou non celui qui fait promesse et nous transférons sur un sujet supposé croire.

Ce séminaire a lieu dans le cadre des activités du groupe de travail ouvert "discours, ideologies, religions & sujects".

Vortrag im pdf-Format zum downloaden

 

 

15.12.2015: „Ist der Islam seiner Natur nach gewalttätig?“ (Prof. Heinz-Günter Stobbe, Universität Siegen)

Spätestens seit 9/11 steht der Islam unter dem Verdacht, eine gewalttätige Religion zu sein, die den Westen und seine liberalen Überzeugungen mit allen Mittel bekämpfen und die ganze Welt unter seine Herrschaft bringen will.

Gibt es nicht zahlreiche Koranverse, die von den Gläubigen den genau dies zu erwarten scheinen? Auf der anderen Seite gibt es über eine Milliarde Moslems, die völlig friedlich ihr Leben führen. Auch treten viele Korangelehrte und Islamwissenschaftler für ein durch und durch friedfertiges Verständnis des Islam. Wie also verhält sich der Islam zur Gewalt? Ist er seiner Natur nach gewalttätig, friedfertig oder kann er zu beiden Seiten hin ausgelegt werden?

Diesen Fragen wird Prof. Stobbe, der seit vielen Jahren zum Verhältnis von Religion und Gewalt forscht und publiziert, äußern.

Vortrag im pdf-Format zum downloaden

 

 

20.01.2016: „‘Gerechter Krieg‘ – obsolete Tradition oder unverzichtbare Orientierung?“ (Prof. Gerhard Beestermöller, Luxemburg)

Während des Kalten Krieges schien die Lehre vom „gerechten Krieg“ jede Bedeutung verloren zu haben. Denn angesichts eines drohenden Nuklearkrieges war es obsolet darüber nachzudenken, ob Krieg gerecht sein könnte. Mit dem Ende des Kalten Krieges ist Krieg wieder führbar geworden und wird sogar in Europa wieder geführt. Jetzt stellt sich die Frage, wer, wann, mit welchen Mitteln für welches Ziel Krieg führen darf. Wen wundert es daher, dass der "gerechte Krieg" allenthalben eine Renaissance erfährt. Ist es sinnvoll, auf ein Paradigma zurückzugreifen, das über 2000 Jahre alt ist?

 

 

24.02.2016: „Frieden und Gewalt im Namen Gottes? Zur Doppelsichtigkeit der Religionen.“ (Prof. Josef Kuschel, Tübingen)

Tagtäglich erreichen uns Nachrichten von abscheulichen Gewalttaten, die im Namen einer Religion gerechtfertigt werden. Unschuldige und wehrlose Menschen fallen Terror zum Opfer. Die Reaktionen darauf sind gespalten. Die einen erklären, Gewalt habe mit Religion „nichts zu tun“, andere spielen die eine Religion gegen die andere aus, wieder andere sehen „Religion“ ein für allemal diskreditiert und wollen sie ersetzt sehen durch einen säkularen Humanismus.

Der Vortrag von Prof. Karl-Josef Kuschel (Universität Tübingen, einer der profiliertesten Vertreter eines interreligiösen Dialogs im deutschsprachigen Raum, plädiert weder für Ignoranz noch für Selbstgerechtigkeit oder radikale Religionsersetzung, sondern für eine Selbstreinigung innerhalb der Religionen selber. Er geht aus von einer tiefen Ambivalenz des Faktors Religion und zeigt zugleich Wege, wie man mit dem Friedens- und Versöhnungspotential innerhalb der Religionen Gegenstrategien entwickeln kann.

 

 

02.03.2016: How do you feel about talking about: “ISIS – What is the challenge?” (Prof. Norton Mezvinsky, Connecticut State University)

The first part of this lecture will focus upon ISIS as a radical part of Islam and will suggest how Islamic law can and should take it on. The second part of the lecture will consider ISIS somewhat more broadly as a revolutionary state and will consider how best to combat it.

 

 

13.04.2016: „Mit Jesus, Gott und Teufel – Christliche Ikonographie im Dienste des Luxemburgischen Sozialismus.“ (Ira Plein, Universität Luxemburg)

Nach dem Ersten Weltkrieg bemühte sich die noch junge Luxemburgische Arbeiterbewegung um Aufklärung der arbeitenden Klassen sowie die Heranführung an ein sozialistisches Weltbild. Ein wichtiges Anliegen war die leichtverständliche Darstellung von Informationen, um von den Arbeitern verstanden zu werden.

Dieser didaktische Anspruch kommt auch in den druckgraphischen Arbeiten des Arbeiterkünstlers Albert Kaiser zum Ausdruck, in denen er die harten Lebensbedingungen der Arbeiterklasse schildert, um zur Solidarität aufzurufen. Seine Arbeiten sind geprägt durch grafische Reduktion, die Verwendung einfach verständlicher Symbole und dialektischer Gegenüberstellung. Der Rückbezug auf christliche Bildtraditionen ist in diesem Kontext beachtenswert. Auf einem Plakat fällt der Arbeiter unter dem Kreuz – wie Jesus in den Passionsdarstellungen. Kaiser säkularisiert das Bildmotiv und überträgt das Leiden Christi auf die Figur des Arbeiters. Auch in anderen Arbeiten, die scharf kommentierend ebenso den Kapitalismus wie auch Staat und Kirche anprangern, finden sich Bezüge zur Bildtradition der Passion Christi, zur Apokalypse und weiteren christlichen Motiven, die zum Teil widersprüchliche Deutungen zulassen und Fragen aufwerfen.

 

 

18.05.2016: „Übertragung. Kirche als „Säkularisierung“ der Religion –Social Media als „Kirche“ ?“  (Prof. Karl Josef, Pazzini Hamburg/Berlin)

 

 

15.06.2016: "Warum greift Gott angesichts der Grausamkeiten in der Welt nicht ein? ».

Der Umgang mit Gewalt wird diskutiert anhand des Films:“Des hommes et des Dieux” (Hubert Hausemer und Jean-Marie Weber, Universität Luxemburg)